7E455173-B414-4A02-9F85-A8F58DF7ED09_edited_edited.jpg

Max - USA 2021

Auslandserfahrung wollte ich schon immer sammeln, und rückblickend war GEARE aus viele Gründen der für mich allerbeste Weg, im Studium ins Ausland zu gehen - hier erzähle ich dir ein bisschen davon, wieso.

Corona hat uns Studierenden leider vieles verbaut. Bei vielen meiner Freunde konnte ich zusehen, wie sich die lang ersehnten Erasmus-Semester mehr und mehr im Sand verliefen und die Chance ins Ausland zu gehen immer kleiner wurde. Um so glücklicher war ich, als ich die Zusage für das GEARE-Programm bekam - mit dem vorsichtigen Versprechen, dass es für mich im September 2021 in die USA gehen sollte.

Die Zeit von Januar bis September verging rückblickend sehr schnell. Neben meinem normalen Programm im Studium kümmerte ich mich um Formalia wie die Einschreibung an der Purdue University, meine Visumsbewerbung, Auslandskrankenversichung und der ganze Kram - natürlich mit fleißiger Unterstützung vom AK GEARE. Viel spannender war es aber, bei verschiedenen Events die 11 anderen Studierenden kennenzulernen, mit denen ich immerhin fast 9 Monate im Ausland verbringen würde.

Richtig greifbar wurde das Ganze für mich wahrscheinlich erst, als ich am Abend vor Abflug meinen Koffer packte. Anfang September flogen wir von Frankfurt nach Chicago und kamen nach einer langen Reise schließlich an der Purdue University an. Schon die erste Woche an der Purdue war dann ziemlich intensiv - in nur knapp 7 Tagen haben wir bereits vieles erlebt, den obligatorischen Orgakram erledigt  und die ersten Freundschaften vor Ort geschlossen. Am Ende der Woche ging es für uns alle dann auf den Weg zu unseren Praktika.

Für mich ging es auf nach Cincinnati, wo ich die nächsten 3 Monate gelebt habe. Gearbeitet habe ich bei Bosch Automotive Steering in Florence, KY. Hier wurde ich direkt herzlich aufgenommen - nicht nur habe ich mich schon in der ersten Woche quasi als vollwertiges Teammitglied gefühlt, die anderen Praktikant*innen haben mich auch unter ihre Fittiche genommen und es sich mehr oder weniger zur Aufgabe gemacht, meine Zeit in Cincinnati so cool wie möglich zu machen. Von Halloweenpartys, Ausflügen in lokale State & Nationalparks oder ins hiesige Hofbräuhaus sowie Wochenenden in Nashville und New Orleans war alles dabei.

B5302EA2-2AF4-4FDB-813E-9CE2A7E29403.heic
A45F5525-041D-4C72-B052-BEC2FAB93FB5.heic

Entsprechend war ich ein bisschen traurig, als ich nach knapp 3 Monaten Cincinnati hinter mir lassen musste. Viel Zeit für Traurigkeit blieb allerdings nicht, denn über Weihnachten & Silvester hatte ich Besuch aus Deutschland und einen Roadtrip an der Ostküste geplant. So konnte ich in der Zeit vor Semesterstart Chicago, Washington D.C., New York City und die Niagarafälle entdecken. Auch ein Abstich zu den Green Bay Packers durfte nicht fehlen.

FDAF2059-70AF-45FC-B781-0D8C7E9A7262_edi
8F5A35E2-C664-4804-9517-7632AB6D848D.heic
789EA04A-87E3-467C-9AED-B8A822DF34E9.heic

Mitte Januar ging das Semester an der Purdue los und ich hatte das ganz große Los gezogen - die erste Woche habe ich erstmal mit Corona in Quarantäne verbracht. Mit einer Woche Verspätung ging das Semester dann allerdings wirklich los, das sowohl akademisch anspruchsvoll als auch persönlich erlebnisreich werden sollte. Meine Tage habe ich meist in der Uni verbracht - mit Lectures, Laborpraktika und Übungsblättern sind die Tage schnell gefüllt. Ein absolutes Highlight war jedoch der Kurs Senior Design, in dem wir in 12 Wochen unser eigenes Produkt entwickelt und einen Prototypen gebaut haben. Durch meine 3 amerikanischen Mitbewohner*innen, die mich von Beginn an immer wieder zu Partys mitgenommen hatten und auch sonst dafür sorgten, dass ich West Lafayette noch immer als eine Art Zuhause betrachte, wurde mir jedoch auch in meiner Freizeit nie langweilig.

0F5CACD7-4CAC-47D0-94E8-9EB2DD6387C5_1_105_c.jpeg
05965C6B-A451-4F6F-90B2-CF0D6C69F8FB.heic
293ECCA0-CD83-4F48-9E1D-633B2099A5B0.jpeg

Mit den final exams Anfang Mai rückte das Ende des Semesters dann beängstigend schnell näher. Obwohl ich die Zeit an der Purdue eigentlich noch nicht hinter mir lassen wollte, gab es noch ein letztes Highlight auf der Agenda: zusammen mit 4 anderen GEARE Austauschstudenten hatte ich noch einen vierwöchigen Roadtrip entlang der Nationalparks im Westen der USA geplant. Also, Klausuren geschrieben und auf ging's ein vorletztes Mal in den Flieger nach San Francisco. Von dort aus dann mit dem Mietwagen nach Los Angeles, in den Joshua Tree Nationalpark, zum Grand Canyon, Yosemite, Bryce Canyon, und so weiter, und so fort...

FEAC3C06-04FE-4B17-BC4B-E8833417D3B0_1_201_a.heic
5B3E3730-17FF-4ACB-9CF1-B0FE680CAF17_1_201_a.heic
4E67ED20-75BF-40FF-B836-9E70E018AA5B.heic
9EECC01B-8D9B-475B-B5F7-120FAE2EB187.heic
11926464-E25F-4F50-BE43-94CD3D4D7BB7.heic

Die 4 Wochen waren dann geprägt von atemberaubender Natur, lebendigen Städten und gingen, genau wie der Rest der 9 Monate meiner Zeit in den USA, einfach viel zu schnell vorbei. Zurück in Deutschland war ich mir erst unsicher, was von dieser Zeit und all den Eindrücken bleiben wird. Mittlerweile blicke ich jedoch auf unbezahlbare Erfahrungen und zahlreiche neue Freunde in den USA und hier in Deutschland zurück.

Wenn mich heute jemand fragen würde, was mein Highlight aus der Zeit in den USA wäre, ich hätte keine Ahnung, was ich antworten soll - aber ich würde es absolut bedenkenlos weiter empfehlen. Ich hoffe, ich konnte dir mit dem Text hier einen kleinen Einglick geben, warum du dich für GEARE bewerben solltest!